Ich habe eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung aufgrund massiver sexualisierter Gewalt als Kind und bin auch zu so einer Begutachtung gegangen. Die Ärztin wusste das und hat mir ein „Ausziehen!“ entgegen geblafft.
Erstens: Warum? Es geht um meine Psyche und zweitens: So redet man mit einem Missbrauchsopfer? Ich habe mich dort maximal unwohl gefühlt. Es ist eh schon so ein unangenehmer Termin und dann wird überhaupt nichts erklärt, nicht richtig mit einem gesprochen, nur knappe Anweisungen, was man zu tun hat. Ich habe mich sehr zusammenreißen müssen, dass mich das nicht ins nächste Loch triggert.
Eltern mit einer Behinderung, wie ich, bekommen übrigens keine Unterstützung. Ich bin eingeschränkt arbeitsfähig und hab’s mir mit meiner Selbständigkeit halt irgendwie gerichtet, sodass wir über die Runden kommen, aber es kümmert absolut niemanden. Egal, wie behindert, man muss funktionieren wie der Rest der Gesellschaft.
*Namen der Personen, die anonyme Berichte abgeben haben, sind der Lebenshilfe Österreich bekannt.

