Mein Sohn, nierentransplantiert, durfte die Termine zum Teil wegen Immunsuppression zuhause wahrnehmen. Aber auch da ist es unangenehm für ihn, sich sinnlos entkleiden zu müssen und ganz absurde Fragen zu beantworten. Bei den Fachärzten im AKH begegnet man dem Kind auf Augenhöhe und heikle psychologische Aspekte (wie bei allen transplantierten Kindern das Thema, wie lange das Organ noch hält und das Leben noch außerhalb des Krankenhauses bestehen bleibt) werden vor dem Kind/Jugendlichen ausgelassen/vorsichtig besprochen.
Nicht so bei der Begutachtung. Da muss man offensichtlich mit jeder Frage zu hochsensiblen Themen an/vor den Kindern rechnen. Nach schlechten Erlebnissen bitte ich nun immer, dass ich kurz alleine mit dem Allgemeinmediziner reden darf, so dass das Gespräch mit dem Kind ok abläuft. Ich verstehe außerdem nie, wieso die vielen, vielen Betreuungsstunden, die auf Grund von Begleitung im Krankenhaus, bei anderen Fachärzten, bei Ergo, Physio und sonstigen Therapeuten nicht mitberücksichtigt werden, um den Arbeitsaufwand der pflegenden Eltern zu erheben.
– Eva

